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Porträt der fiktiven Persona Daniel Bärtschi

Daniel, 38

Filialleiter Detailhandel – Stelle nach Filialschliessung verloren · Zuletzt Detailhandelskette, seit vier Monaten stellensuchend (RAV) · Region Winterthur · 100 %

Ich brauche nicht irgendeinen Job. Ich brauche einen, der in fünf Jahren noch da ist.

Wer sie ist

Daniel ist 38 und hat acht Jahre eine Filiale mit zwölf Mitarbeitenden geführt. Seit vier Monaten ist er stellensuchend – weil die Filiale geschlossen wurde, nicht weil er etwas falsch gemacht hat.

Was sie erlebt hat

Er hat die Schliessung bis zum letzten Tag geführt: Einsatzpläne, Gespräche, Anschlusslösungen für sein Team. Danach sass er selbst beim RAV. Jetzt zählt jede Woche, und jede Absage sitzt eine Spur tiefer.

Der Moment, der etwas verschoben hat

Er merkt, dass er aus Druck jede Ausschreibung gleich behandelt – und damit weder schnell noch gut sucht. Zum ersten Mal trennt er: eine Spur, die schnell trägt, und eine, die langfristig passt.

Wohin sie will

Er will raus aus der Verkaufsfläche und rein in eine Rolle, in der Führung, Organisation und Kundenkontakt zählen – Kundendienst, Auftragsabwicklung oder Logistik.

Was in dieser Situation zum Erfolg führt

Aus der Praxis: was sich in vergleichbaren Begleitungen am stärksten ausgezahlt hat.

  1. 1Zwei Spuren parallel führen: eine, die schnell trägt, eine, die langfristig passt.
  2. 2Führungs- und Organisationsleistung branchenunabhängig übersetzen (Team, Zahlen, Prozesse).
  3. 3Wöchentliche Struktur statt Dauerdruck: feste Blöcke für Suche, Kontakte, Erholung.
  4. 4Die Filialschliessung sachlich in einem Satz erklären – ohne Rechtfertigung.

So klingt das im Coaching

Originalton aus der Begleitung – kein Lehrbuch.

Womit das Gespräch oft beginnt

„Sie wurden nicht aussortiert, die Filiale wurde geschlossen. Diesen Unterschied müssen Sie selbst glauben, bevor ihn ein Arbeitgeber glaubt.“

Die häufigste Stolperfalle

Aus Zeitdruck bewirbt er sich überall gleich. Dann ist er weder schnell noch überzeugend – und die Absagen bestätigen die Angst.

Die Frage, die am meisten bewegt

„Welche Bewerbung machen Sie diese Woche, weil sie passt – und welche nur, weil die Frist läuft?“