
Lea, 23
Sachbearbeiterin Marketing & Verkauf · Onlinehändler für Sportartikel, 45 Mitarbeitende · Region Bern · 100 %
Alle sagen, ich hätte alle Möglichkeiten. Genau das macht es so schwer.
Wer sie ist
Lea ist 23, hat die Lehre hinter sich und arbeitet in Marketing und Verkauf. Vier Jahre Berufserfahrung – und das Gefühl, dass alle anderen einen Plan haben.
Was sie erlebt hat
Sie führt Kanäle eigenständig, macht Inhalte, die funktionieren, und nennt es trotzdem „nur Social Media“. Weiterbildungen, Stellen, Branchen: Sie prüft schneller Optionen, als sie sie bewerten kann.
Der Moment, der etwas verschoben hat
Sie sagt in einem Gespräch: „Ich habe Angst, mich falsch zu entscheiden.“ Und merkt, dass niemand von ihr eine Lebensentscheidung erwartet – nur den nächsten sinnvollen Schritt.
Wohin sie will
Sie will wissen, woran man ein Sprungbrett erkennt und woran eine Sackgasse – und zwei Richtungen bewusst verfolgen, statt zehn gleichzeitig offen zu halten.
Was in dieser Situation zum Erfolg führt
Aus der Praxis: was sich in vergleichbaren Begleitungen am stärksten ausgezahlt hat.
- 1Aus zehn Ideen zwei Richtungen wählen und den Rest bewusst parkieren.
- 2Jede Richtung mit einem kleinen Test prüfen: Gespräch, Projekt, Schnuppertag – vor dem grossen Entscheid.
- 3Eigene Resultate messbar machen (Reichweite, Umsatz, Zeitersparnis) – Alter zählt dann weniger.
- 4Entscheide als Etappe verstehen: Der nächste Schritt muss nicht die Lebensfrage beantworten.
So klingt das im Coaching
Originalton aus der Begleitung – kein Lehrbuch.
Womit das Gespräch oft beginnt
„Du musst heute nicht wissen, wo du mit 40 stehst. Du musst wissen, was du in den nächsten sechs Monaten ausprobierst.“
Die häufigste Stolperfalle
Sie hält sich alles offen und nennt das Freiheit. In Wahrheit ist es Vermeidung – jede Option bleibt unbewertet.
Die Frage, die am meisten bewegt
„Welche zwei Richtungen würdest du behalten, wenn du alle anderen für ein Jahr abgeben müsstest?“