
Miriam, 41
Wiedereinstieg – zuletzt Sachbearbeiterin Personal & Administration · Heute Teilzeit im Schulsekretariat, davor sieben Jahre Familienpause · Region Aarau · 60 %
Ich war nie weg. Ich habe nur woanders gearbeitet.
Wer sie ist
Miriam ist 41, hat sieben Jahre Familienzeit hinter sich und arbeitet heute 40 % in einem Schulsekretariat. Davor war sie fünf Jahre Sachbearbeiterin Personal in einem KMU.
Was sie erlebt hat
In der Familienzeit hat sie eine Vereinskasse geführt, Budgets verantwortet, Anlässe mit 25 Freiwilligen organisiert. In Bewerbungen heisst das: Lücke. Sie beginnt Sätze darüber oft mit einer Entschuldigung.
Der Moment, der etwas verschoben hat
Im Kurs beschreibt jemand ihr Vereinsjahr und sagt: „Das ist Projektleitung.“ Es dauert einen Moment, bis sie versteht, dass damit sie gemeint ist.
Wohin sie will
Sie will fachlich aufholen, ohne sich klein zu machen: eine HR-Rolle mit 60 %, planbar, mit einem eigenen Dossier – und die Familienjahre als Zeitraum mit Inhalt erzählen.
Was in dieser Situation zum Erfolg führt
Aus der Praxis: was sich in vergleichbaren Begleitungen am stärksten ausgezahlt hat.
- 1Die Familienjahre als Zeitraum mit Inhalt benennen: Verein, Budget, Organisation – ohne Entschuldigung.
- 2Fachliches Update gezielt nachholen (Lohnsystem, Recht, Tools) und im Dossier ausweisen.
- 3Teilzeit von Anfang an klar und selbstbewusst nennen – als Rahmen, nicht als Bitte.
- 4Mit einem befristeten Einsatz oder Praktikum wieder Referenzen aus der Berufswelt aufbauen.
So klingt das im Coaching
Originalton aus der Begleitung – kein Lehrbuch.
Womit das Gespräch oft beginnt
„Ihr Lebenslauf hat keine Lücke. Er hat einen Abschnitt, den Sie bisher niemandem erzählt haben.“
Die häufigste Stolperfalle
Sie entschuldigt sich, bevor jemand fragt. Diese Entschuldigung macht aus einem Zeitraum erst ein Problem.
Die Frage, die am meisten bewegt
„Was haben Sie in diesen sieben Jahren organisiert, das ohne Sie nicht stattgefunden hätte?“