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Porträt der fiktiven Persona Roland Wyss

Roland, 55

Teamleiter Logistik & Disposition · Industriebetrieb, rund 300 Mitarbeitende · Region St. Gallen · 100 %

Ich habe noch zehn Jahre. Die will ich nicht absitzen.

Wer sie ist

Roland ist 55, seit über 30 Jahren in der Logistik und führt seit 13 Jahren ein Team von 14 Personen im Zweischichtbetrieb. Nebenbei hat er unzählige Leute eingearbeitet.

Was sie erlebt hat

Er hat ein Lagersystem eingeführt, den Versandprozess neu aufgesetzt und Lernende begleitet. Er nennt das „das macht man einfach so“. Beim Gedanken an einen Wechsel kommt zuerst der Satz: „Mit 55 nimmt mich niemand.“

Der Moment, der etwas verschoben hat

In der Weiterbildung zum Ausbilder erklärt er einer jüngeren Kollegin einen Prozess – und sie sagt, das habe ihr niemand je so verständlich gemacht. Da wird aus einer Nebensache eine Richtung.

Wohin sie will

Er will die letzten zehn Berufsjahre gestalten: eine Rolle, in der Weitergeben die Hauptaufgabe ist – im Betrieb oder in der Bildung.

Was in dieser Situation zum Erfolg führt

Aus der Praxis: was sich in vergleichbaren Begleitungen am stärksten ausgezahlt hat.

  1. 1Erfahrung in Ergebnisse übersetzen: eingeführtes Lagersystem, neuer Versandprozess, begleitete Lernende.
  2. 2Weitergeben zur Hauptaufgabe machen – Ausbildner, Fachbegleitung, Projektarbeit.
  3. 3Den Altersgedanken vor der Bewerbung klären, sonst schreibt er die Absage selbst mit.
  4. 4Über Menschen suchen, die ihn kennen – Netzwerk schlägt Inserat deutlich.

So klingt das im Coaching

Originalton aus der Begleitung – kein Lehrbuch.

Womit das Gespräch oft beginnt

„Mit 55 sucht niemand mehr einen Anfänger. Genau darum sind Sie interessant – wenn Sie aufhören, sich zu entschuldigen.“

Die häufigste Stolperfalle

Er schreibt die Absage im Kopf mit, bevor er sich bewirbt. Diese Haltung hört man im Gespräch – nicht das Alter.

Die Frage, die am meisten bewegt

„Wen haben Sie in den letzten Jahren so eingearbeitet, dass er heute selbst führt?“